SPD Bonn Süd

Themenabend zu sozialdemokratischer Wohnungspolitik

Veröffentlicht am 04.06.2026 in Ortsverein

Unter dem Titel „Wohnungspolitik für Bonn – sozialdemokratisch!“ veranstaltete der Ortsverein am 26.05.2026 einen gut besuchten Themenabend für die Parteimitglieder, um darüber zu diskutieren, wie unser sozialdemokratischer Ansatz für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums aussieht und wie er sich derzeit im Stadtrat umsetzen lässt. Die Inputs gab Bürgermeister und SPD-Landtagskandidat Gabriel Kunze, der auch SPD-Sprecher im Ausschuss für Planung, Bauen und Denkmalschutz des Stadtrats ist. Der Abend wurde von Kathi Steingräber, unserer Ortsvereinsvorsitzenden und Stadtverordneten, moderiert. Sie ist unter anderem ebenfalls ordentliches Mitglied im Planungsausschuss. Für Gabriel Kunze ist das Thema Wohnungspolitik eine zentrale Frage für die Glaubwürdigkeit der Politik vor Ort. Im Stadtrat sei die SPD die einzige Partei, die sich richtig und konsequent für den Wohnungsbau einsetze.

Wichtigster Hebel für die möglichst rasche Schaffung bezahlbaren Wohnraums sei die Gründung der neuen Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG). Besonders wegen erheblich gestiegener Baukosten in den letzten Jahren mache geförderter Wohnraum Bauprojekte erst rentierlich. Das gelte auch für Wohnungsbau-Genossenschaften, gemeinwohlorientierte Träger, Studierenden- und Azubi-Wohnheime und dergleichen. Der Bund müsse den Leerstand ihrer Liegenschaften beenden und das Land NRW Flächen günstig zur Verfügung stellen. Die Weigerung des Landes, die Liegenschaft des ehemaligen Bundesbehördenhauses für einen akzeptablen Preis an Bonn abzugeben, wurde von Kunze scharf kritisiert. Besonders wichtig sei die rasche Schaffung von Baurecht. Realistisches Ziel sei es, ein Verfahren nach sechs Monaten zum Abschluss zu bringen. Ein neuer Flächennutzungsplan müsse beauftragt, Haushaltsmittel müssten eingestellt werden. Im Rahmen des „Neuen Innerstädtischen Lasten- und Ausgleichs-Flächenkonzepts“ (NEILA) seien für neun Flächen Zielbeschlüsse beauftragt worden. Dadurch werde die Schaffung von 2400 Wohneinheiten möglich. Der Bau-Turbo erlaube befristete Sonderregelungen für Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt wie Bonn. Vor allem gestatte er es, von bestehendem Bauplanungsrecht zu Gunsten von Wohnungsbau abzuweichen. Die Zustimmung des Stadtrats ist dabei erforderlich. Für die Umsetzung seien derzeit Leitlinien in Arbeit mit Blick vor allem auf Bauverpflichtung, Bonner Baulandmodell, Umweltregelungen und Kompetenzen. 
Der letzte Teil des Themenabends wurde den Wohnungsbauvorhaben im Bereich unseres Ortsvereins gewidmet. "Urban dot": Dazu werde es einen Satzungsbeschluss im nächsten Rat geben. Der Wettbewerb für die alte Lubig-Bäckerei sei erfolgreich beendet. Erste Realisierungen würden erwartet. Die Erweiterungsfläche Südfriedhof soll Projekt der SEG werden. Für die Langwarthöfe werde die Planung veröffentlicht. In der Franz-Josef-Strauß-Allee werde frühzeitige die Beteiligung durchgeführt. Der Parkplatz Rheinaue solle Projekt der SEG werden. Die Gelände gegenüber der Gesamtschule in der Eduard-Otto-Straße, am Bahnübergang vom Rheinweg und in der Gronau (ehem. Britische Botschaft) sind mögliche Bauturboflächen.

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